Von der Sommerfrische zum Musenhof – eine Zeitreise in die Geschichte von Kunersdorf mit den Frauen von Friedland

Symposium im Rahmen der Initiative Kulturland Brandenburg: »Von der Sommerfrische zum Musenhof – eine Zeitreise in die Geschichte von Kunersdorf mit den Frauen von Friedland«

»Von der Sommerfrische zum Musenhof – eine Zeitreise in die Geschichte von Kunersdorf mit den Frauen von Friedland« ist das Motto einer Veranstaltung im Rahmen des Projekts »Salons und Musenhöfe. Neuständische Geselligkeit in Berlin und der Mark Brandenburg«.

Salons und Musenhöfe in Berlin und Brandenburg erleben in jüngster Zeit ein bemerkenswertes Interesse, in der wissenschaftlichen Forschung ebenso wie in der Kulturpolitik. Dies gilt für vor allem für die Beschäftigung mit der Berliner Salongeselligkeit im Kontext der Entstehung einer Metropolenkultur um 1800, darüber hinaus aber auch für die ländlichen Musenhöfe in der Mark Brandenburg. Zwischen beiden Institutionen der Geselligkeit gab es enge personelle Verflechtungen, der Schriftsteller Günter de Bruyn hat von einem Verhältnis der „Entsprechung" zwischen den Berliner Salons und den Musenhöfen in der Mark Brandenburg gesprochen.

Auf dem Kunersdorfer Musenhof führten die Frauen von Friedland, Helene Charlotte von Lestwitz, und ihre Tochter, Henriette Charlotte von Itzenplitz, einen Salon für die aufgeklärte Berliner Gesellschaft. Sie machten den Musenhof zu einem geistig-kulturellen Ort, der solche Gäste wie die Brüder Humboldt, die Bildhauer Schadow, Rauch und Tieck, den Landwirtschaftsreformer Thaer, den Rechtsgelehrten Savigny, Goethes Freund Zelter und viele andere begrüßen konnte. Adelbert von Chamisso – Offizier, Botaniker und Schriftsteller – schrieb hier an seinem „Peter Schlemihl".

Folgendes Programm ist für diesen Tag geplant:

14:00 Uhr:Führung über den Musenhof mit Park, Denkmälern, Kirche und Grabkolonade 16:00 UhrEröffnung der Veranstaltung durch Prof. Dr. Johanna Wanka, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und Brigitte Faber-Schmidt, Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführerin Kulturland Brandenburg

16:30 bis 20:00 Uhr:Vorträge im Freien unter anderem zu Charlotte und Friedrich de la Motte Fouque und Adalbert von Chamisso. Während dieser Zeit wandeln Personen im historischen Kostümen auf dem Musenhof umher. Die Gruppe »Pathia Musica« sorgt während dessen für den musikalischen Rahmen dieser Veranstaltung. Es wird Salonmusik um 1800 aufgeführt.

In einer Installation wird das 1774 und 1945 zerstörte Schloss Kunersdorf als Bildprojektion auf einer Leinwand von 12 x 5 Metern am Originalstandort gezeigt.

20:15 Uhr
Podiumsdiskussion zum Thema »Die neuen Musenhöfe - Urbanität auf dem Land?«

Für das Leibliche Wohl ist während des Tages gesorgt.

Die Veranstaltung ist Teil des Projekts »Salons und Musenhöfe. Neuständische Geselligkeit in Berlin und der Mark Brandenburg«. Das Projekt ist Teil der Kampagne »Kulturland Brandenburg«, die in diesem Jahr unter dem thematischen Schwerpunkt »Provinz und Metropole – Metropole und Provinz« Projekte an der Schnittstelle von Wissenschaft, Bildung und Kultur mit verschiedenen Partnern im Land Brandenburg realisiert. Ziel ist es, das kulturelle Erbe und die kulturelle Vielfalt der Region ins öffentliche Bewusstsein zu heben und für Bewohner und Besucher des Landes Brandenburg erlebbar zu machen. »Kulturland Brandenburg« wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen gemeinsam mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Land Brandenburg.

Diese Veranstaltung wird gemeinsam von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, dem Findling-VerlagKunersdorf, dem Kleistmuseum Frankfurt/Oder sowie dem Landkreis Oder-Spree und dem Verein VorOrt - Kunst, Kultur, Kommunikation e.V. getragen.