Neuerscheinung: »Franzosen im Hannoverschen Wendland 1803-1813«

»Franzosen im Hannoverschen Wendland (1803-1813)« von Stephan Freiherr von Welck erschienen.

Vor 200 Jahren erlebte das Kurfürstentum Hannover ein Zeitalter entscheidender Einschnitte und Veränderungen. Zum Kurfürstentum Hannover gehörte auch das im nordöstlichsten Zipfel des heutigen Niedersachsens gelegene Hannoversche Wendland. Zwischen 1803 und 1805 besetzten Truppen des französischen Kaisers Öffnet internen Link im aktuellen FensterNapoleon ehe es im Jahre 1806 - unter Betreiben Öffnet internen Link im aktuellen FensterNapoleons von preußischen Truppen besetzt wurde. Im Krieg zwischen Preußen und Frankreich fiel es wieder in französischen Besitz. Zwischen 1810 und 1813 regierte der jüngste Bruder des französischen Kaisers, Öffnet internen Link im aktuellen FensterJérômé Bonaparte, als König von Westphalen über dieses Gebiet.

Im Bewusstsein der Bevölkerung ist diese Zeit immer noch als »Franzosenzeit« in Erinnerung geblieben. Für die Menschen brachten diese zehn Jahre fast permanente Belastungen durch Besatzung und Kriege. Obwohl das Land wirtschaftlich ausgebeutet wurde, brachten die neuen Herrscher auch positive Veränderungen in administrativer und rechtlicher Sicht. So galt in den französisch besetzten Gebieten der »Code Napoléon«, ein Gesetzbuch das nach den Grundsätzen der Französischen Revolution die rechtliche Gleichstellung aller Bürger mit sich brachte. Welche Mittel die Besatzungsmacht zur Durchsetzung der Veränderungen anwandte und gleichzeitig auch die Auswirkungen auf das Alltagsleben der einfachen Menschen wirkte, wird an Hand des Wendlands, einer abseits der großen welthistorischen Ereignisse jener Zeit gelegene Region untersucht.

Für das Buch »Franzosenzeit in Hannoverschen Wendland (1803-1813) - eine mikro-historische Studie zum Leben auf dem Lande zwischen Besatzungslasten und Sozialreformen« hat der Autor Stephan von Welck zahlreiche, bisher noch unbekannter Dokumente und Biographien als privaten und öffentlichen Archiven mehr als nur eine Heimatstudie zu erstellen. Vielmehr versucht er generelle Aussagen der Geschichtswissenschaft zum Zeitalter Öffnet internen Link im aktuellen FensterNapoleons in Deutschland anhand konkreter Beispiele zu stützen oder in Frage zu stellen. Das Geleitwort verfasste Prof. Helmut Berding von der Universität Gießen während Eckhard Michael, Direktor des Museums für das Fürstentum Lüneburg das Vorwort zu dieser Studie verfasste.

Publikationsinformation:
»Franzosenzeit in Hannoverschen Wendland (1803-1813) - eine mikro-historische Studie zum Leben auf dem Lande zwischen Besatzungslasten und Sozialreformen« von Stephan Freiherrn von Welck
Seiten: 333 S. mit 65 größtenteils farbigen Abbildungen
Jahr: 2008
ISBN10: 3775261273
ISBN13: 978-3-7752-6127-2
Preis: 33,00 €